Actionfilmstar für einen Tag

Patrick MüskerOff topic, Uncategorized0 Comments

Actionfilmstar für einen Tag

Sicherlich haben Actionfilme fast jeden Kampfsportler zumindest zu Beginn seiner Kampfsportlaufbahn beeinflusst und für die richtige Motivation gesorgt, den eigenen Körper physisch und psychisch zu trainieren. Boxen und trainieren wie Rocky, kicken wie Jean Claude van Damme oder Fäuste und Füße fliegen lassen wie Jackie Chan, die Idole sind zahlreich. Zwar ist die Ära der Kampfsportfilme, wie sei meine Generation mit Titeln wie Karate Tiger, der Kickboxer und Drunken Master noch kennt vorbei, doch hat sie ihre Spuren hinterlassen. Wie wäre es denn, mal selber in eine solche Rolle schlüpfen zu dürfen?
Dank ein paar ambitionierter Freunde, hatte ich jetzt diese Gelegenheit, einmal im Mittelpunkt einer Kampfszene zu stehen. Vorab kann ich sagen, dass das Projekt sehr viel Spaß gemacht hat und ich selbst viel über mich selbst lernen durfte. Denn so einfach das in den Filmen aussieht ist es nämlich gar nicht. Doch fange ich von vorne an.

Die Idee

Der Funke, der die Flamme dieses Projekts entfachen sollte, kam von einem befreundeten Designer. Seine Idee war es, eine Kampfszene zu drehen, diese grafisch zu visualisieren und eine Animation zu erstellen. Ich war schnell von dem Gedanken begeistert und sicherte meine Teilnahme zu. Ein weiterer Freund, der Film studiert hatte und nun im Filmgeschäft tätig ist, übernahm die Arbeit für das Drehbuch und die Regie. Das kleine aber feine Drehbuch war schnell geschrieben und umfasste den Inhalt für einen kompletten Trailer. Allerdings sollte die Kampfszene als erstes gedreht werden und stand somit im Vordergrund.

Aufgrund unserer hauptberuflichen Tätigkeiten und des mittlerweile kalten Winterwetters verzögerten sich die Dreharbeiten leider um ein ganzes halbes Jahr. Außerdem mussten noch die Nebenrollen besetzt werden. Für diese fand man allerdings eine sehr gute Besetzung, da wir für diese einen erfahrenen Stuntman und Stuntkoordinator gewinnen konnten. Nachdem wir dann auch einen passenden Drehort gefunden hatten, waren alle Zutaten beisammen und es konnte losgehen.

Die Umsetzung

Wir wollten die Szene an einem Wochenende fertig drehen. Dafür trafen wir uns am Samstag, um die Kampfchoreografie einzustudieren und am Sonntag drehten wir die Szene. Dank der professionellen Unterstützung durch den Stuntman war die Choreografie schnell zusammengestellt. Das Augenmerk lag darauf, die Szene mehr wie eine Schlägerei statt einer anmutigen Szene aller van Damme wirken zu lassen. Nach ein paar Testshots merkte ich dann doch recht schnell, dass die Darstellung eines Handgemenges vor der Kamera trotz jahrelanger Kampfsporterfahrung gar nicht so einfach ist.

Dabei waren Timing, Techniken und Kamerawinkel gar nicht so das Problem, sondern viel mehr die Ausführung der eigenen Bewegung. Meine Schläge und Tritte kamen zu Beginn gar nicht richtig zur Geltung. Um der Schlägerei also auch auf dem Bildschirm Ausdruck zu verleihen, musste ich die Bewegungen weit ausholen und übertrieben grundschulmäßig ausführen, damit die Bewegung und Wucht auch per Kamera zum Ausdruck kam. Schnell hatte ich das Gefühl, auch im normalen Training viele Sachen noch einmal von Grund auf fein säuberlich wiederholen zu müssen. Denn der Ausdruck eines Scott Adkins fehlte gänzlich. Overacting war das Zauberwort. Doch schlussendlich haben wir ein tolles Projekt auf die Beine gestellt, bei dem alle Spaß hatten und etwas lernen konnten.

Eure Erfahrungen

Falls ihr ähnliche Erfahrungen gemacht habt, teilt uns diese gerne im Kommentarbereich mit oder postet ein paar eurer eigenen Videos. Sicherlich haben ein paar von euch ebenfalls privat mit Freunden ein paar Fightszenen gedreht! Wir sind auf jeden Fall gespannt!

 

Film: „Brenner und Marlow“
Produktion: „Retired Workers Film“ – https://www.facebook.com/search/top/?q=retired%20workers%20film

Regie: Tobias Arndt
Kamera: Christian Dietrich
Stuntkoordinator: Antony Nguyen
Make Up: Shapeshifters FX (Claus Grüßner)

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