Natürliche Hausapotheke für (Kampf-)Sportler: Diese Hausmittel brauchst du

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Körperliche Fitness und Leistungsfähigkeit stehen für jeden (Kampf-)Sportler ganz oben auf der Liste der Prioritäten. Gleichzeitig gehören Dinge wie Muskelverspannungen und Muskelkater zum Alltag eines jeden Sportlers. Ein vollständiges Trainingsprogramm umfasst dabei aber immer auch Überlegungen dazu, den Körper möglichst gut dabei zu unterstützen, sich nach einem anstrengenden Training zu regenerieren. Einige Hausmittel, die deine Regeneration unterstützen können werden dir hier vorgestellt, sodass du einen groben Überblick darüber bekommst, was du dir für deine persönliche Hausapotheke anschaffen kannst. Diese Mittel müssen aber natürlich nicht 1:1 übernommen werden, sondern können auch einfach als Inspiration dienen und dir einen ersten Überblick verschaffen.

Die Naturheilkunde bietet reichlich Möglichkeiten, deine Regeneration einzuleiten, zu unterstützen und letztendlich dadurch auch deine sportliche Performance zu optimieren. Und das ganz ohne den Körper mit unnötigen Chemikalien zu belasten. In diesem Artikel findst du also Möglichkeiten und Tipps, wie man als Sportler eine sinnvolle natürliche Hausapotheke gestalten kann. Alle Mittel kannst du dabei entweder in einem Reformhaus, in einer Apotheke oder auch ganz einfach online kaufen.

 

Quelle: FotoArt-Treu auf Pixabay

Ausstattung der Hausapotheke

Das Wichtigste bei der Einrichtung einer Hausapotheke ist: alles sollte im Zweifelsfall schnell greifbar sein. Daher ist es sinnvoll, sich im Vorfeld ein paar Gedanken zur Aufteilung und Einrichtung der Hausapotheke zu machen. Das Sinnvollste ist es, die Hausapotheke nach Anwendungsgebieten zu unterteilen. Die folgende Unterteilung hat sich dabei (zumindest bei mir) bewährt:

  • Notfallausrüstung für Verletzungen: Diese Utensilien und Mittel sollten besonders gut greifbar sein, damit du sie im Zweifelsfall schnell zur Hand hast. Hier gehören neben Wundsalben und Notfallmedikamenten auch Verbandsmaterial, Desinfektionsmittel, Pflaster, eine Schere sowie sterile Kompressen und Leukoplast hinein.
  • Muskelregeneration: Hier gehört alles hinein, was deiner Muskulatur hilft, sich zu entspannen und nach dem Training zu regenerieren beziehungsweise, deine Muskulatur wärmt, lockert und auf das anstehende Training vorbereitet.
  • Mittel gegen Schmerzen und Sportverletzungen: Als Sportler lassen sich Verletzungen nicht immer zu 100 % vermeiden. Verstauchungen, Prellungen, Zerrungen brauchen oft eine langfristige Behandlung. Diese Abteilung sollte also immer gut gefüllt und gut sortiert sein. Achte bei Medikamenten auch regelmäßig auf das Ablaufdatum und die richtige Lagerung. Medikamente sollten generell am besten kühl (unter 30 Grad) gelagert werden. In Thailand ist der einzige kühle Ort wohl nur der Kühlschrank.
  • Mittel für das allgemeine Wohlbefinden: Auch Sportler sind nicht gegen allgemeine Gesundheitsprobleme gefeit. Auch sie werden hin und wieder von Kopfschmerzen, Erkältungen, Blähungen und ähnliches heimgesucht. Mittel für allgemeine Erkrankungen können hier zusammengestellt werden. Bei Erkältungen hilft dabei zum Beispiel Echinacea und bei Verdauungsproblemen Kurkuma, Fenchel oder Ingwer.

Nach diesem kurzen Überblick werfen wir einen tieferen Blick auf meine persönliche Sportler-Hausapotheke. Die folgenden Hausmittel benutze ich bereits seit mehreren Jahren und kann ich uneingeschränkt weiterempfehlen, da sie kaum bis keine Nebenwirkungen haben:

 

Das bekannteste Hausmittel unter Thaiboxern

 

„Nam Man Muay“ Thaiboxöl: Der Klassiker

Dieses Öl hat seinen Namen nicht von ungefähr: In Thailand hat Thaiboxöl bereits sehr lange einen festen Platz unter Kampfsportlern und Nak Muays (Thai für „Boxer“). Es eignet sich für Massagen vor oder nach dem Training, da es die Durchblutung anregt und die Muskulatur optimal auf die bevorstehende Belastung vorbereitet oder durch die gesteigerte Durchblutung auch die Regeneration begünstigen kann. Nach dem Training entfaltet das wärmende Öl eine wohltuende Wirkung gegen Prellungen und schmerzende Gelenke und wirkt leicht „betäubend“ bei Muskelkater.

 

 

Golden Cup Tigerbalm: Ein Allround-Talent

Dieser Tigerbalsam ist ein wahres Allround-Talent, das in keiner Hausapotheke fehlen sollte. Er lindert Kopfschmerzen und Erkältungsbeschwerden, wirkt gegen den Juckreiz von Insektenstichen und verschafft auch bei leichten bis mittelschweren Muskelkrämpfen innerhalb von etwa 20 Minuten zuverlässig Linderung. Der Balsam wirkt erst leicht kühlend und später intensiv wärmend, wodurch die Durchblutung angeregt wird und beschädigtes Gewebe (z.B. bei Muskelkater) zur Heilung angeregt wird. Das Mittel ist eine Wohltat, kostet in Thailand weniger als 1-2 Euro und ist in jeder Apotheke oder auch in Supermärkten (z.B. in den Apotheken in Tesco Lotus) landesweit erhältlich.

 

Quelle: Hans auf Pixabay

 

Ringelblumensalbe für die Wundheilung

Bei Schürfungen, kleinen Schnitten und sonstigen oberflächlicheren Wunden ist Ringelblumensalbe die eine sehr gute Wahl. Die entzündungshemmenden Eigenschaften der Ringelblume lindern den Schmerz und unterstützen ein schnelles Abheilen der Wunde. Auch bei Verbrennungen und Sonnenbrand kann Ringelblumensalbe relativ schnell weiter helfen. Ringelblumensalbe ist auch unter dem Namen Calendulasalbe im Handel erhältlich, nach der wissenschaftlichen Bezeichnung der Ringelblume, Calendula officinalis. Die Salbe gibt es in Deutschland jedem Reformhaus oder Apotheke zu kaufen.

 

Quelle: Casellesingold auf Pixabay

Aloe Vera Gel gegen Entzündungen und mehr

Sport findet nicht nur in Hallen und geschlossenen Räumen statt, sondern nach Möglichkeit auch draußen. Gerade in Thailand und in südlichen Ländern im Allgemeinen ist es üblich, das Training ins Freie zu verlegen. Daher ist Hautschutz wichtig, um gerade im Sommer Sonnenbrand zu vermeiden oder nachzubehandeln. Zur Hautpflege nach Sonneneinstahlung ist Aloe Vera Gel besonders empfehlenswert. Die Pflanze lindert den Schmerz der durch Sonnenbrände entsteht und fördert die Heilung der Haut. Aloe Vera ist eine der wertvollsten Heilpflanzen für die Hautpflege, welche die Natur zu bieten hat. Reines Aloe Vera Gel wirkt angenehm kühlend und kann auch ganz einfach aus einer eigenen Aloe Vera Pflanze zu Hause gewonnen und direkt verwendet werden. Das Gel lindert unter anderem auch Juckreiz durch Insektenstiche, Hautausschläge und fördert allgemein die Wundheilung.

 

Quelle: Sponchia auf Pixabay

 

Chilisalbe bei Rücken-, Muskel- und Gelenkschmerzen

Chilis haben es in sich. Jeder kennt die Wärme, die von ihrer Schärfe ausgeht, aber nicht jeder weiß, dass diese Schärfe  nicht nur eine kulinarische Bedeutung hat. Diese wohltuende Schärfe können die Schoten auch als Salbe entfalten und damit Gelenke lockern und wärmen. Die Chili eignet sich also auch bei Muskel- und Gelenkschmerzen. Sie sollte allerdings immer mit Handschuhen aufgetragen werden, um zu vermeiden, dass sie von den Fingern in die Augen oder an die Lippen gerät. Chili-Salbe gibt es fertig zu kaufen, man kann sie aber auch aus Chili-Pulver, einem hochwertigen Öl (z.B. Olivenöl, Kokosöl, Sesamöl) und etwas Bienen- oder Carnaubawachs selbst herstellen. Um die Wirkung zu verstärken, können der Salbe verschiedene ätherische Öle wie Eukalyptus oder Thymian hinzugegeben werden.

Kirschkernkissen bei Verspannungen, Prellungen etc

Muskel- und Gelenkverletzungen benötigen zur Heilung vor allem Ruhe. Um die Heilung zu unterstützen, eignen sich durchblutungsfördernde Maßnahmen wie zum Beispiel die Anwendung von Kälte und Wärme. Eine regelrechte Wohltat bei schmerzenden Muskeln und Gelenken ist die trockene Wärme, die durch Auflegen eines Kirschkernkissens entsteht. Kirschkernkissen werden im Backofen oder in einer Mikrowelle erwärmt und speichern die Wärme sehr lang. Die Kissen sind in verschiedenen Größen und Formen im Handel erhältlich. Bei verspannten Muskeln oder verstauchten Gelenken wird das Kissen einfach auf die schmerzende Stelle gelegt und entfaltet seine angenehm, tief unter die Hautoberfläche eindringende Wärme. Diese Wärme unterstützt, wie bereits erwähnt, die Regeneration und wirkt auch auf den Geist entspannend, was die Regeneration ebenfalls verbessern kann.

 

Quelle: Kunphotographer auf Pixabay

 

Lavendel- und Pfefferminzöl: Entspannung pur

Der herrlich duftende, violett blühende Lavendel gehört zu den bekanntesten Heilpflanzen Europas. Sie wird oft in der Naturheilkunde und in der Aromatherapie als mittel gegen leichte Depressionen und ähnliches eingesetzt und das zu recht. Aber auch für Sportler hat die mediterrane Staude einiges zu bieten. Zum einen verbreitet der intensive Lavendelduft direkt eine entspannende Wirkung, die die Regeneration begünstigen kann. Zum anderen wirkt Lavendelöl durch die darin enthaltenen Stoffe, allen voran Kampfer, entzündungshemmend und abschwellend. Daher kann ätherisches Lavendelöl auch für die Therapie von Muskelverspannungen und leichten Kopfschmerzen angewendet werden.

Dafür einige Tropfen Öl in etwas Wasser oder Massageöl auflösen und langsam in die schmerzenden Stellen einmassieren. Pfefferminzöl ist ein weiteres wirksames Öl gegen Kopfschmerzen. Auf die Haut aufgetragen, wirkt das Öl außerdem kühlend und durchblutungsfördernd. Daher eignet sich Pfefferminzöl auch zur Unterstützung der Muskelregeneration. Diese beiden Öle lassen sich auch hervorragend mischen, da sie sich in ihrer Wirkung ergänzen und verstärken können.

 

Quelle: Balouriarajesh auf Pixabay

 

Propolis: Das Kittharz der Bienen

Als Mittel zur Desinfektion und Reinigung von Wunden, sollte eine gute Propolistinktur in keiner natürlichen Hausapotheke fehlen. Bienen stellen das zähe Propolis aus Pollen her und verwenden das Harz anschließend für die Pflege ihres Stocks, vor allem aber auch, um Krankheitserreger im Bienenstock abzutöten. Propolis hat eine sehr hohe antibakterielle und antimykotische Wirkung und ist daher ideal zur Wunddesinfektion. Im Handel ist Propolis – unter anderem – als flüssige Tinktur erhältlich, die besonders praktisch für die Desinfektion von Wunden eingesetzt werden kann.

Die alkoholhaltige Tinktur wird dazu vorsichtig auf die Wunde aufgetupft. Nach dem Trocknen kann man die Wunde mit einer geeigneten Creme und/oder einem Pflaster bedecken, um sie vor weiteren Verunreinigungen zu schützen. Die Propolistinktur wirkt fördernd auf die Wundheilung und verhindert, dass sich Wunden entzünden. Auch gegen Entzündungen im Rachenraum kann die Tinktur eingesetzt werden. Hierbei solltest du jedoch darauf achten, dass es sich bei der Propolistinktur handelt, die sich für orale Behandlungen eignet.

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