Yoga für Kampfsportler: 5 Gründe, dein Training mit Yoga zu ergänzen

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Können Kampfsportler wirklich von Yoga profitieren? Die Antwort ist ja. Wenn richtig angewendet, kann Yoga eine geradezu ideale Ergänzung für das Kampfsporttraining sein.

Auf den ersten Blick haben Yoga und Kampfsport nicht allzu viel gemeinsam. Kampfsportarten sind schnell und explosiv, Yoga ist im Vergleich zu vielen Kampfsportarten mit zahlreichen fließenden, weichen Bewegungen eher ruhig. Aber gerade in diesen langsamen Bewegungen liegt der Nutzen, den du durch Yoga-Training erreichen kannst.

Die Dehnungen und Drehungen, die bei den verschiedenen Yoga-Positionen ausgeführt werden, steigern die Flexibilität, stellen hohe Anforderungen an den Gleichgewichtssinn und an die Kraft im Oberkörper. Und genau diese Punkte, Flexibilität, Gleichgewicht und Rumpfkraft, sind auch im Kampfsport sehr wichtig für eine gute Technik. Daher kann Yoga geradezu ein idealer Ausgleichssport und eine durchaus sinnvolle Ergänzung zum Kampfsport sein.

Flexibilität verbessert deine Techniken

Im Kampfsport macht das Mehr an Flexibilität oft den Unterschied dabei aus, ob man einen Schlag oder Tritt gezielt platzieren kann. Das gilt insbesondere bei hohen Tritten. Je flexibler dein Körper ist, desto leichter ist es, hoch zu treten, ohne dass das Gleichgewicht oder die Kraftentfaltung darunter leiden. Flexibilität ist eine Grundvoraussetzung dafür, wirklich hoch und sehr schnell treten zu können. Ambitionierte Kampfsportler sollten im Idealfall also immer auf zusätzliche Techniken außerhalb des eigentlichen Kampfsporttrainings zurückgreifen, um ihre Flexibilität zu steigern.

Hier bietet sich vor allem Yoga Training gut an, denn die Gewinnung von mehr Flexibilität ist mit Yoga durch konsequente Praxis sehr gut zu erreichen. Yoga dehnt den gesamten Körper gezielt und verhilft hilft dabei, die Muskulatur besser zu durchbluten. Eine solche Art des Trainings kommt im  Kampfsporttraining oft leider viel zu kurz. Es gibt zwar gewisse Dehnübungen, die ein paar Minuten lang ausgeführt werden, mit Yoga aber auf keinen Fall verglichen werden können.

Yoga kann die Flexibilität verglichen mit diesen Übungen noch einmal deutlich steigern, denn hier wird der gesamte Körper beansprucht und die verschiedenen Positionen setzen viel intensivere Reize an den Bewegungsapparat als herkömmliche, sehr kurze Dehnübungen, die manchmal fast sogar schon etwas wahllos ins Kampfsporttraining „gestreut“ werden und nicht oft oder lange genug geübt werden.

Mehr Kraft in der Körpermitte führt zu kraftvolleren Techniken

Bei jedem Kampfsport ist ausschlaggebend, mit wie viel Kraft man die jeweiligen Techniken ausführen kann. Für ein kraftvolles Stoßen und Treten ist eine kräftige Muskulatur im Oberkörper unerlässlich. Es wäre undenkbar, einen Schlag oder Tritt auszuführen, ohne die Muskulatur des Oberkörpers anzuspannen. Die Rückenmuskulatur ist dabei ein sogenannter „Gegenspieler,“ der den Körper stabilisiert und die Koordination der Bewegungen insgesamt verbessert. Als Bewegungszentrum des Körpers ist der Rumpf daher die Mitte, von der sämtliche Bewegungen ausgehen.

Ein kräftiger Oberkörper ermöglicht kraftvolle Drehbewegungen (z.B. Drehbewegung der Hüfte beim platzieren eines Schlages mit der hinteren Hand) und entscheidet über die Schnelligkeit, mit der eine bestimmte Technik ausgeführt werden kann. Je schneller Schläge und Tritte platziert werden, desto mehr Kraft wird dabei entfaltet. Nicht zuletzt spielt eine gut gekräftigte Rumpfmuskulatur auch eine Rolle für die Balance. Wer seinen Körper in jeder Lage gut ausbalancieren kann, der kann auch deutlich leichter gezielte Tritte und Schläge setzen und in jeder Situation schneller reagieren.

In Kombination sind Schnelligkeit, Balance und kraftvolle Drehbewegungen drei große Faktoren, die die Technik eines Kampfsportlers drastisch verbessern können. Und gerade Balance und ein kräftiger Oberkörper sind zwei Dinge, die sich mit Yoga deutlich verbessern lassen. Auch dafür ist Yoga also eine ideale Ergänzung zum Kampfsporttraining. Yogaübungen stellen einige Ansprüche an die Kraft im Oberkörper und kräftigen die Muskulatur im Rumpf nachhaltig.

Bessere Regeneration

Jeder Sportler muss auch an die notwendige Regeneration zwischen den Trainingseinheiten denken. Auch hierbei kann Yoga dich sinnvoll unterstützen und deinen Hauptsport sinnvoll ergänzen. Ein paar gut ausgewählte Yoga-Sequenzen nach dem Sport lockern die beanspruchte Muskulatur und durchbluten sie, was die Regeneration einleiten kann. Yoga-Positionen (auch: Asanas) sind darauf ausgelegt, bestimmte Bereiche des Körpers zu aktivieren und sogenannte „Energieblockaden“ (diese kann man auch einfach als muskuläre Verspannungen betrachten) nach und nach zu beseitigen.

Yoga wirkt außerdem ausgleichend auf Körper und Geist. So kannst du dich auch mental erholen und nach einem anstrengenden Training wieder Kraft schöpfen. Integriere also am besten regelmäßig ein paar Asanas in das Ende beziehungsweise das Cool Down deines Trainings, um langsam zur Ruhe zu kommen, das Training ruhig ausklingen zu lassen und die Muskulatur aktiv zu lockern.

Verbessertes Gleichgewicht

Wir haben das Gleichgewicht bereits im Zusammenhang mit dem Oberkörper angesprochen, da dieser Punkt für Kampfsportler aber eine zentrale Bedeutung hat, verdient eine nochmal eine gesonderte Betrachtung. Denn gerade bei schnellen, hohen Tritten, schnellen Drehungen auf einem Bein und Positionswechseln ist ein gutes Gleichgewicht gefragt, um präzise und sicher agieren zu können. Jeder Kampfsportler muss sich also damit beschäftigen, wie er sein Körpergewicht am besten verteilt, sobald eine bestimmte Technik ausgeführt wird. Hierbei kann Yoga ganz gezielt helfen.

Für eine gelungene Ausführung dieser Bewegungen spielt das Gleichgewicht eine ganz entscheidende Rolle. Gleichgewicht ist nur zum Teil eine Sache der Kraft, vor allem kommt es aber auch auf ein gutes Körpergefühl an. Und dieses Körpergefühl kann man schulen. Der Körper benötigt Reize, um seinen Gleichgewichtssinn zu verbessern. Dazu ist Yoga geradezu ideal, denn in langsamen, bewussten Bewegungen kann man seinen Gleichgewichtssinn am besten schulen.

Bei bestimmten Yoga-Positionen balanciert man dabei zum Beispiel auf den Händen oder auf einem Bein, während man den restlichen Körper in eine bestimmte Stellung bewegt. Langsam, ohne Schwung, nur durch Muskelkraft, Dehnung und – je nach Yogastil – oft auch im Rhytmus mit der eigenen Atmung.

Mehr Kraftausdauer

Gerade in der langsamen, schwunglosen Ausführung der Bewegungen beim Yoga steckt das Geheimnis der Effizienz der sogenannten Asanas. Dass diese Yogapositionen dabei auch für eine bestimmte Zeit gehalten werden müssen, stellt hohe Anforderungen an die Muskulatur und kann auch deine Kraftausdauer in relativ kurzer Zeit drastisch verbessern.

Im Kampfsport kann dir diese Ausdauer oft einen kleinen, dennoch entscheidenden Vorteil verschaffen. Denn lässt die Kraftausdauer nach, leiden Präzision, Schnelligkeit und damit auch Effizienz deiner Techniken. Vor allem bei Kampfsportlern, die auf einem annähern gleichen Trainingsstand sind, ist letztendlich derjenige im Vorteil, der den längeren Atem hat.

Neugierig geworden?

Dann schaue dir gerne im Anschluss noch den Artikel „Yoga von A bis Z“ von Primalstate und die sieben tägige „Embark“ Yoga Challenge von Breathe and Flow auf Youtube an oder Besuche ihre Webseite unter www.breatheandflow.org an, um ein Patreon zu werden und die wertvolle Arbeit, die die beiden leisten, zu unterstützen. Im Namen von The Warrior’s Travel Guide: Danke, Bre und Flo! Ihr seid klasse und habt mein Training mit euren Übungen sehr bereichert.

Hier geht es direkt zur Challenge:

 

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